Die Böden
Die geografisch einzigartige Lage der Mittelhaardt erlaubt den hier ansässigen Winzern ein breites Bodenportfolio aufzubauen und sehr unterschiedliche Weine auf kleinem raum zu erzeugen. Die geologischen Aktivitäten vergangener Zeiten haben insbesondere in unseren Weinbergen große Kalkvorkommen hinterlassen, die teils besonders karge Böden und die damit korrespondierenden Weine erzeugen.
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Mikroklima
Der am deutlichsten spürbare Unterschied zwischen Weinbergslagen ist das sogenannte Mikroklima, welches die Kombination von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Niederschlag beschreibt. So mögen zwei Weinberge zwar nicht weit voneinander entfernt liegen, können jedoch z.B. durch die Nähe zum Wald oder die Hangneigung in unterschiedliche Himmelsrichtungen erhebliche Unterschiede zueinander aufweisen und damit sehr unterschiedliche Traubenqualitäten erzeugen.
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Untergrundgestein
Das Untergrundgestein ist in den vergangen jahren immer mehr zum prominentesten Definitionsfaktor von Terroir gereift und beschreibt Weinbergslagen mithilfe der darunter liegenden geologischen Gesteinsschichten. So gibt es berühmte Rieslinge vom Schiefer von der Mosel, kräftige Chardonnay vom Kalk in Leistadt, Riesling vom Buntsandstein aus Dürkheim und vulkanisches Basaltgestein zwischen Forst und Wachenheim. Besonders hinsichtlich Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit wirken sich Gesteinsarten sehr deutlich auf die späteren Weine aus.
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Oberboden
Der Oberboden beschreibt die obersten Bodenschichten, in denen die Rebe primär ihre Wurzeln schlägt und Nährstoffe zieht. Hier unterscheiden wir besonders zwischen Anteilen von Lehm, Löss, Sand, Schluff oder auch vereinzelt Ton. Je nach Oberboden lassen sich große Unterschiede hinsichtlich Wasserhaltefähigkeit, Erwärmung und Humusgehalt feststellen, was sich sehr deutlich auf das Wuchsverhalten und die Einlagerung von Nährstoffen und damit auf die späteren Weine auswirkt. Die Art der Bewirtschaftung des Oberbodens ist daher sehr entscheidend, weshalb wir fast ausschließlich auf Bodenbearbeitung verzichten, wodurch wenig Mineralisation der enthaltenen Nährstoffe stattfindet und der Humusgehalt dauerhaft ansteigt. In Kombination mit gezielter Einsaat von Gründüngungspflanzen schaffen wir es, den Humusgehalt im Boden dauerhaft zu steigern, was sich letztlich auf die Wasserhaltefähigkeit des Bodens und Trockenresistenz der Rebe auswirkt. Die Erträge sinken dabei jedoch deutlich, weshalb wir mit durchschnittlichen Erträgen von unter 5000 L pro Hektar rechnen.
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Bewirtschaftung & Laubarbeit
Zuletzt lässt sich über die Art der Bewirtschaftung die Traubenqualität in nicht unerheblicher Weise beeinflussen. Neben der Bodenbearbeitung hat die Laubwandarbeit großen Einfluss auf Reife, Traubengesundheit und Ertrag. Wir reduzieren die Laubwandarbeit auf ein Minimum, indem wir maximal einen Laubschnitt pro Saison vornehmen, den Ertrag bereits beim Rebschnitt klein halten und nur in Ausnahmen die Laubwand ausdünnen. Außerdem verwenden wir in circa 10 % unserer Weinberge Hagelschutznetze, die sämtliche Laubwandarbeiten reduzieren, Beschattung bieten und Schaden an den Beeren minimieren.